Auftaktveranstaltung von SHARE TO CARE am UKSH mit Eckart von Hirschhausen

Am 18. Dezember wurde im Rahmen einer Auftaktveranstaltung gefeiert: Rund 300 Ärzte, Pflegekräfte, Patienten und Interessierte diskutierten mit Arzt, Autor, Kabarettist und Gründer der Stiftung HUMOR HILFT HEILEN Dr. med. Eckart von Hirschhausen und zahlreichen Experten über die erfolgreiche Einführung von Shared Decision Making (SDM) am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) am Campus Kiel. Die Auftaktveranstaltung „SHARE TO CARE! Gemeinsam entscheiden. Gemeinsam auf dem Weg.“ im Kieler Schloss zeigte die ersten Erfolge des Innovationsfonds-geförderten Programms.

SHARE TO CARE eröffnet neue Wege in der Patientenbeteiligung. Ziel des Programms ist die geteilte oder auch gemeinsame Entscheidungsfindung zwischen Arzt und Patient, auch Shared Decision Making (SDM) genannt. SHARE TO CARE bezieht Patienten stärker in Therapieentscheidungen ein, um so die Versorgungsqualität zu verbessern. 

Die Wünsche des Patienten stehen an erster Stelle

Dr. med. Eckart von Hirschhausen, Schirmherr und Mitinitiator von SHARE TO CARE, sagte am Abend: „Wissen schafft Gesundheit! Patienten müssen aktiv in die Entscheidung über ihre Behandlung einbezogen werden. Die Materialien, die SHARE TO CARE für Patienten im Internet bereitstellt, vermitteln so vielfältige Informationen, wie sie ein Arzt-Patienten-Gespräch gar nicht bieten kann. Darauf aufbauend kann ein Dialog zwischen Ärzten, Pflegekräften und Patienten auf Augenhöhe umso besser gelingen. Damit die Wünsche des Patienten an erster Stelle stehen. SHARE TO CARE ist die Zukunft der Medizin“, so Hirschhausen.

Auftakt auch in der Klinik: Die Umsetzung von SHARE TO CARE am UKSH

Auch Prof. Dr. med. Jens Scholz, Vorstandsvorsitzender des UKSH, betonte die Wichtigkeit des innovativen Programms: „Wir starten in Kiel mit einer Revolution. Patienten haben heute viele Fragen und stellen auch uns und das System in Frage. Mit der Umstellung des gesamten UKSH auf SHARE TO CARE können wir diesen Fragen neu und patientengerecht begegnen und für alle bessere Bedingungen schaffen.“ Die Umsetzung laufe bereits an fünf Kliniken des UKSH am Campus Kiel, die restlichen Kliniken folgen.

Im Gespräch mit Projektleiter Prof. Dr. Dipl.-Psych. Friedemann Geiger und dem Initiator des Projekts PD Dr. med. Jens Ulrich Rüffer klärte Hirschhausen die wichtigsten Fragen rund um die Implementierung: Was ist das Ziel von SHARE TO CARE und wie soll dieses umgesetzt werden? „Wir wissen, dass Ärzte mit guter Motivation in das Gespräch hineingehen. Wir wissen aber auch, dass es häufig nicht die Zeit gibt, sich auf das Gespräch hinreichend vorzubereiten und es patientengerecht zu führen. In unseren Kommunikationstrainings erhalten die Ärzte des UKSH konkrete Hinweise, wie sie die Patientenbeteiligung im klinischen Alltag fördern können. Und es zeigt sich, dass sie diese Hinweise gerne und direkt in die Praxis übernehmen – ein wesentlicher Faktor für die erfolgreiche Umsetzung von SHARE TO CARE!“, so Geiger. Entsprechend empfänden Ärzte das Programm als hilfreich zur Strukturierung der Patientengespräche, um damit die Zusammenarbeit von Arzt und Patient zu verbessern.