Zertifizierung

Das Prädikat für SDM

Kliniken und Praxen, die Shared Decision Making im Versorgungsalltag einsetzen, können das SHARE TO CARE-Zertifikat erlangen und ein entsprechendes Logo auf ihrer Homepage posten. Patientinnen und Patienten können so erkennen, dass Ihre Präferenzen und Bedürfnisse in der zertifizierten Einrichtung explizit einbezogen werden. Für das SHARE TO CARE-Zertifikat müssen Prüfkriterien erfüllt sein, die im Folgenden vorgestellt werden. Für die erfolgreiche Zertifizierung wird zunächst ein Selbsteinschätzungsbogen ausgefüllt. Auf dieser Grundlage prüfen SHARE TO CARE-Auditoren die Kriterien. Die Gültigkeit des Zertifikats beträgt ein Jahr, eine potentielle Rezertifizierung erfolgt analog zum Vorgehen der Erstzertifizierung.

Prüfkriterien

  • Fortbildung Ärzte: 80% der Ärztinnen und Ärzte der Klinik oder Praxis absolvieren ein spezielles Training, in dem sie erfahren, wie sie ihre Patientinnen und Patienten systematisch einbinden können.

  • Fortbildung Pflegekräfte/Medizinische Fachangestellte: Ebenso werden Pflegekräfte beziehungsweise Medizinische Fachangestellte geschult und informiert. Kliniken können Pflegekräfte zu sogenannten Decision Coaches ausbilden.

  • Patienteninformation: Aufklärungsmaterialien zum SDM-Angebot werden online bereitgestellt. Zusätzlich weisen Flyer oder Poster in der Klinik beziehungsweise Praxis auf die Angebote hin und ermutigen Patientinnen und Patienten, sich aktiv in die Entscheidungsgespräche einzubringen. Außerdem sollen die Maßnahmen evaluiert und dokumentiert werden.

  • Entscheidungshilfen: Zu relevanten Themen der Versorgung werden Online- Entscheidungshilfen über das SHARE TO CARE-Portal bereitgestellt und nachweislich genutzt. Damit Patientinnen und Patienten die Entscheidungshilfen nutzen können, werden ihnen Zugangscodes übergeben. Kliniken definieren Behandlungspfade, aus denen ersichtlich wird, an welcher Stelle im Patienten-Kontakt die Entscheidungshilfen eingesetzt werden.